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Comics zeichnen lernen: Werkzeuge, Übungen und Wege in die Ausbildung

Angelegt am 15. Oktober 2026 · 14 Quellen im Text

Zum Einstieg ins Comiczeichnen genügt eine ganz einfache Geschichte. Mit einer ganz einfachen Figur kommt man laut einem Unterrichtsvorschlag der Zeitschrift „die neue schulpraxis“ (Ausgabe April 2015) am schnellsten voran. Die Geschichte muss weder die spannendste noch die witzigste sein (Quelle: www.zebis.ch/sites/default/files/2023-01/Comic%20selber%20zeichnen.pdf, Stand: Oktober 2026).

Was brauchen Sie zum Anfangen?

Das Material für einen Comic-Einsteigerkurs besteht aus Kopierpapier, Bleistift, Radiergummi und Farbstiften. Zeichenpapier sei zu körnig, schreibt die Zeitschrift „die neue schulpraxis“. Für eine Comicseite oder ein Heft empfiehlt sie 120-Gramm-Kopierpapier und ein Lineal („Massstab“). Zum Nachziehen der Bleistiftlinien nennt sie einen feinen Filzstift; danach wird die Bleistiftvorzeichnung ausradiert (Quelle: www.zebis.ch/sites/default/files/2023-01/Comic%20selber%20zeichnen.pdf, Stand: Oktober 2026).

Die meisten Comics entstehen als Zeichnung mit Bleistift oder Tusche. Üblich ist laut Wikipedia, zuerst mit Bleistift oder einem anderen leicht entfernbaren Stift vorzuzeichnen und danach die Reinzeichnung mit Tusche auszuführen. Rasterfolien kommen teilweise ergänzend zum Einsatz (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Comic, Stand: Oktober 2026).

Comics lassen sich klassisch per Hand zeichnen oder mit Online-Tools und Apps erstellen. Das Schulportal klickpunkt.schule hält fest, dass die Vorlagen der Tools die kreativen Möglichkeiten begrenzen. Dafür lassen sich relativ rasch gute Ergebnisse erzielen (Quelle: klickpunktschule.bycs.de/beitrag/comicerstellung-im-unterricht-anleiten-begleiten-und-bewerten, Stand: Oktober 2026).

Ein Comic lässt sich auch aus gestellten Fotos und einer App bauen. Ein Unterrichtsbaustein des Landesinstituts LISUM für Klasse 7 und 8 lässt Standbilder stellen, fotografieren und digital bearbeiten. Die dafür nötigen Apps seien sehr leicht handhabbar (Quelle: bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/rlp-online/Teil_B/Medienbildung/Materialien/Medienbildung/Bausteine/Deutsch_Sek_Literaturcomics_Buss.pdf, Stand: Oktober 2026).

Wie fangen Sie an?

Ein Comic beginnt mit einer Geschichte. Die Stiftung Lesen rät Jugendlichen von 11 bis 16 Jahren, sich zuerst eine Geschichte auszudenken. Danach folgen einige Skizzen zu jeder Figur mit ihren wichtigsten Eigenschaften und eine Art Drehbuch. Darin steht, wie viele Panels es gibt, was in ihnen passiert und welche Dialoge in die Sprechblasen kommen (Quelle: www.stiftunglesen.de/loslesen/lesetipps-und-aktionsideen/detail/comics-selbst-zeichnen, Stand: Oktober 2026).

Ein Storyboard ist ein Plot mit skizzenhaften Zeichnungen. So beschreibt es die Bundeszentrale für politische Bildung in einer Methode für schulische und außerschulische Einrichtungen. Das Schulportal klickpunkt.schule nennt als ersten Schritt ein Storyboard, also eine Skizze (Quelle: www.bpb.de/lernen/kulturelle-bildung/136781/geschichtscomicplots-schreiben/ und klickpunktschule.bycs.de/beitrag/comicerstellung-im-unterricht-anleiten-begleiten-und-bewerten, Stand: Oktober 2026).

Bei Geschichtscomics in der Schule zählt der erzählerische Inhalt mehr als die Zeichenqualität. Die bpb hält fest, dass die Qualität der Zeichnungen weniger relevant ist als der narrative Gehalt. Ein Plot oder Storyboard sei als Ergebnis völlig zufriedenstellend (Quelle: www.bpb.de/lernen/kulturelle-bildung/136781/geschichtscomicplots-schreiben/, Stand: Oktober 2026).

Wer keine Idee hat, kann mit einem Papierstreifen beginnen. Dafür wird ein A4-Blatt der Länge nach gefaltet und zerschnitten oder zerrissen. In das erste Bild kommt eine Figur mit etwas Umgebung und einem Problem, Wunsch oder Ziel (Quelle: www.zebis.ch/sites/default/files/2023-01/Comic%20selber%20zeichnen.pdf, Stand: Oktober 2026).

Welche Übungen eignen sich für den Einstieg?

Einfache Figuren entstehen aus lockeren Formen. Eine Unterrichtsanleitung der Zeitschrift „die neue schulpraxis“ lässt zuerst mit Bleistift einige freie Formen zeichnen und darin eine Figur erkennen. Danach werden Ärmchen, Beinchen und Mund ergänzt (Quelle: www.zebis.ch/sites/default/files/2023-01/Comic%20selber%20zeichnen.pdf, Stand: Oktober 2026).

Vereinfachte Figuren erleichtern die Identifikation. Ein Fachlexikon der Kinder- und Jugendmedienforschung beschreibt, wie Cartoonisierung das Dargestellte auf wenige wesentliche Aspekte reduziert, etwa eine Frisur oder ein besonderes Kleidungsstück. Cartoonisierte Figuren ermöglichen eher eine Identifikation als realistisch gezeichnete (Quelle: www.kinderundjugendmedien.de/images/fachlexikon/fachdidaktik/pdf/Comics_.pdf, Stand: Oktober 2026).

Ein Gesicht beginnt mit einem Kreis und einem Kreuz. Eine Unterrichtsanleitung der Zeitschrift „die neue schulpraxis“ lässt mit feinen Bleistiftlinien einen Kreis zeichnen und ihn mittig mit einem Kreuz teilen. Auf die senkrechte Linie kommen die Augen, auf die waagrechte die Nase und darunter der Mund (Quelle: www.zebis.ch/sites/default/files/2023-01/Comic%20selber%20zeichnen.pdf, Stand: Oktober 2026).

Ein Comicstrip hat traditionell drei oder vier Bilder und endet in der Regel mit einer Pointe. Laut Wikipedia hat der Strip bis heute eine feststehende Länge. (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Comic, Stand: Oktober 2026).

Bilder lesen üben Kinder, indem sie die Handlung eines Comics allein anhand der Bilder erzählen. Dafür werden die Sprechblasentexte mit weißem Papier abgedeckt und die Seiten kopiert. Die Stiftung Lesen empfiehlt die Übung für Kinder von 8 bis 12 Jahren (Quelle: www.stiftunglesen.de/schulportal/service/lesetipps-und-unterrichtsideen/detail/comics-neu-erzaehlen, Stand: Oktober 2026).

Kurs oder Studium: Was passt?

Volkshochschulen machen kulturelle Bildung durch niedrigschwellige, kostengünstige und wohnortnahe Angebote zugänglich. Das schreibt der Deutsche Volkshochschul-Verband. „Kultur – Gestalten“ sei mit rund 1,5 Millionen Unterrichtsstunden der drittgrößte Programmbereich der Volkshochschulen (Quelle: www.volkshochschule.de/themen/kulturelle-bildung/index.php, Stand: Oktober 2026). Wie Sie ein Angebot prüfen, steht unter Comic-Kurse und Workshops.

Ob ein Studium nötig ist, beantwortet die Sicht eines privaten Studienanbieters so: Zwingend notwendig sei eine Ausbildung nicht, um Illustratorin oder Illustrator zu werden. Die private University of Europe for Applied Sciences empfiehlt sie dennoch, um Kenntnisse nachweisbar zu erwerben und Kontakte zu knüpfen. Das ist eine Selbstdarstellung der Hochschule, kein neutraler Befund (Quelle: www.ue-germany.com/de/studiengaenge/bachelor/illustration, Stand: Oktober 2026).

Welche Studiengänge führen zum Comic?

An der HAW Hamburg gehört „Grafische Literatur / Comic“ zu den Schwerpunkten im Bachelor Illustration. Die Hochschule beschreibt ihn mit „eigene Geschichten erzählen, Figuren entwickeln“. Dauer und Aufnahme beschreibt Illustration und Comic als Beruf (Quelle: www.haw-hamburg.de/bachelor-illustration/, Stand: Oktober 2026).

Die Kunsthochschule Kassel bietet im Studiengang Visuelle Kommunikation den Studienschwerpunkt „Illustration und Comic“ an. Die Studierenden wählen ihre Schwerpunkte ab dem dritten Semester. Das Fachgebiet versteht sich als offener Arbeitszusammenhang für die ganze Bandbreite möglicher Ästhetiken und Erzählweisen (Quelle: kunsthochschulekassel.de/studium/visuelle-kommunikation.html und kunsthochschulekassel.de/studium/visuelle-kommunikation/illustrationcomic.html, Stand: Oktober 2026).

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bietet im Bachelor Kommunikationsdesign den Schwerpunkt Illustration an. Zur Wahl stehen Fotografie, Illustration, Informationsdesign, intermediale Gestaltung sowie Schrift und Typografie. Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Arts ab (Quelle: www.burg-halle.de/design/kommunikationsdesign, Stand: Oktober 2026).

Was folgt aus dem Studium für den Beruf?

Absolventinnen und Absolventen der HAW Hamburg können nach Angaben der Hochschule in Verlagen, Agenturen oder Designbüros arbeiten, auch im Bereich Comic. Aufnahme, Dauer und weitere Programme beschreibt die Seite Illustration und Comic als Beruf (Quelle: www.haw-hamburg.de/bachelor-illustration/, Stand: Oktober 2026).

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